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Der Voranschlag ist der im Voraus erstellte einjährige Plan einer Gemeinde. Andere Begriffe dafür sind: Budget, Haushaltsplan, Etat.
In modern-kooperativ geführten Gemeinden werden häufig "Szenario"- Diskussionen geführt. Dabei wird versucht, in Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen und der Gemeindebevölkerung eine nach allen Richtungen offene Ideensammlung zu erstellen. Über alle Bereiche einer Gemeinde (zB Wirtschaft, Kultur, Sport, Wohnen, Verkehr, Zukunftsentwicklung ...) soll intensiv - "Spinnen" ist dabei erlaubt - nachgedacht werden. Dabei sollen auch die regional angrenzenden Gemeinden miteingebunden werden. Aus den eingelangten Ideen werden dann die Ziele für konkrete Projekte formuliert. Die Vorhaben sollen nach den Kriterien "Wichtigkeit" und "Dringlichkeit" geordnet werden.
Die VRV ist das "Messbuch" für jeden ordentlichen Gemeindefunktionär.
Hier kannst Du Dir die VRV downloaden.
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10005022
Will man das System der öffentlichen Verwaltung auch nur ansatzweise verstehen, ist es zwingend notwendig, sich mit der VRV auseinander zu setzen. Ich erfasste daher alle wesentlichen Bestimmungen der VRV die Gemeinden betreffend in einer Excel-Datei. Mit Makros und Hyperlinks erstellte ich mir ein System, das mir erlaubt, rasch zu den gewünschten Informationen zu kommen.
Die nachstehenden Bilder sind dieser Datei entnommen.
Dieses Bild ist an und für sich selbsterklärend. Der Gemeindehaushalt teilt sich in einen planbaren ("voranschlagswirksamen") und in einen im Vorhinein nicht planbaren ("nicht voranschlagswirksamen") Bereich.
Der voranschlagswirksame Bereich teilt sich wiederum in einen
a) "Ordentlichen Haushalt (oHH)" - das sind die Einnahmen und die Ausgaben für den laufenden Betrieb - und
b) "Außerordentlichen Haushalt (aoHH)" - das sind die Einnahmen und die Ausgaben für die großen Projekte.
Die VRV regelt ganz genau, für welche Bereiche Einnahmen und Ausgaben angesetzt werden dürfen.
Es sind insgesamt 10 Bereiche mit der Kennziffer 0 bis 9.
Man spricht hier von funktionaler Gliederung oder Ansatz.
Hier siehst Du als Beispiel die
Gruppe 1 "Öffentliche Ordnung und Sicherheit"
mit den entsprechenden "Abschnitten" und "Unterabschnitten" sowie der "Bezeichnung".
Die Gliederung nach Posten ist die Gliederung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Es gibt 10 Postenklassen (0 bis 9).
Dieses Bild zeigt den Zusammenhang zwischen
Dieser Link führt Dich zur oberösterreichischen Gemeinde Sankt Marien, die ihre Unterlagen vorbildlich über das Internet ihren Bürgern zur Verfügung stellt.
http://www.st-marien.ooe.gv.at/system/web/archiv.aspx?detailonr=220116320
Sollte dieser Link nicht funktionieren, dann bitte den Download unten benützen.